3. Söckchen: Wo kommt die Sitte her zu Weihnachten Socken an den Kamin zu hängen?
Eingestellt von Markus Arlt am 03.12.2009
25 Kommentare | 964 mal gelesen
Wo kommt eigentlich der Brauch her, zur Weihnachtszeit Strümpfe an den Kaminsims zu hängen? Bei uns in Deutschland ist diese Sitte noch nicht so sehr verbreitet, aber im Zuge des amerikanischen Einflusses durch die mannigfaltige Serien- und Filmflut aus den Staaten kommt auch dieser Usus bei uns immer mehr in Mode. Klar, dass man für diese Aufgabe auch dementsprechend große Socken, oder besser gesagt Kniestrümpfe braucht. Schließlich soll der Strumpf gut befüllt werden können. Aber zurück zum Thema: Als braves Kind stellt man dem Weihnachtsmann am Tage vor der Bescherung abends ein paar Kekse und einen Becher heißen Kakao hin und hofft dann am nächsten Tag auf einen prall gefüllten Strumpf. Dabei gebührt die Ehre eigentlich dem heiligen Sankt Nikolaus.
Laut einer Legende stammt dieser Brauch aus England, wo ein Witwer mit drei Töchtern lebte. Dieser ehemals reiche Mann war durch den Tod seiner Frau gezwungen, seine Kinder alleine zu versorgen. So hatte er nur noch wenig Zeit zum Arbeiten und er wurde durch die Liebe und die Zeit, die er seinen Töchtern gab an materiellen Dingen immer ärmer. Mittlerweile waren seine Kinder zu jungen und heiratsfähigen Frauen herangewachsen, die selbstständig und gebildet ihre tagtägliche Arbeit im väterlichen Hause verrichteten. Aber der Vater hatte nicht genügend Geld und gut, um seinen Töchtern eine ordentliche Mitgift zu geben und er machte sich große Sorgen um die Zukunft seiner Kinder. Auch der heilige Sankt Nikolaus wusste von der finanziellen Notlage des Vaters und seiner Töchter und eines Nachts, als er wieder auf seinen Weg durch die Welt war blickte er durch das Fenster in das Haus der Familie.
Am Kaminsims hatten die Töchter ihre Socken zum Trocknen aufgehangen und da kam dem heiligen Sankt Nikolaus die Idee. Er kletterte über das Dach durch den Kamin und füllte die Strümpfe mit Gold, dabei hinterließen seine Füße Abdrücke, denn er musste ja durch die Asche des Kamins laufen. Am nächsten Morgen wunderten sich die Töchter, warum denn solche Fußabdrücke auf dem Boden waren, schließlich hatten sie doch die gute Stube am Abend vorher ordentlich und sauber verlassen. Aber dann bemerkten sie auch, dass ihre Strümpfe so dick waren und schwer nach unten zogen. Sie trauten ihren Augen nicht, als sie sahen, dass ihre Socken voll mit Goldstücken waren. Endlich waren die Töchter gut versorgt und seitdem stellten sie immer zu Weihnachten ein paar Kekse und eine heiße Tasse Kakao an den Kamin, als Belohnung und Stärkung für den heiligen Sankt Nikolaus und seine guten Taten.
Aber nicht nur in den USA und England gibt es solche Bräuche. In Deutschland füllt traditionell der Nikolaus die Stiefel und auch in anderen Ländern gibt es ähnliche Riten. Und wer noch Socken für seine Lieben braucht, wird bestimmt bei Socken-Welt fündig.
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Hallo Markus,
was für eine schöne Geschichte…
Gefällt mir besser als die Legende von den drei Jungfrauen, die ihr Vater zu Prostituierten machen will, weil er sie ohne Mitgift nicht verheiraten kann. Nikolaus von Myra wirft deshalb 3 Goldklumpen durchs Fenster und der Vater dankt ihm.
Mir gefällt auch die Theorie, dass der Brauch mit den Socken von einem germanischen Brauch kommt: Kinder hatten oft Schuhe mit Futter für Odins Pferd Sleipnir neben den Kamin gestellt und dieser hat dann aus Dankbarkeit das Futter gegen Süßigkeiten getauscht.
Erster der das dritte Türchen, bzw. Söckchen gefunden hat.
Ein sehr schöner Artikel, danke dafür!
Gruß Pe-Su-Ki
Danke für die Aufklärung :-) Es ist ja bald wieder der 6. Dezember, aber mit den Gold gefüllten Strümpfen wird es wohl nichts mehr bei den hohen Goldpreisen :-D
Schöner Artikel und toll geschrieben.
Viele Grüße
Thomas
Hätte aber auch nichts gegen mit Gold gefüllte Socken, nur fehlt mir der Kamin zum aufhängen. :-)
Aaaaah, darum bin ich ein richtiger Wollsockenfestischist :mrgrren: Ich liebe meine kuscheligen warmen Schmusesocken. Schöner Artikel, kannte die “Grund” dieses Brauches bis jetzt noch nicht ;)
lg Nila
Und wieder ein bisschen schlauer…vielen Dank für den schönen Artikel.
Mit Gold in den Socken wird’s bei mir leider auch nichts werden fürchte ich :-)
Hallo Markus,
das wußte ich gar nicht!
Vielen Dank!
Gruß
Matthias
Kann mich denen hier drüber nur anschließen.
Interessanter Artikel, gut geschrieben und wieder ein Stückchen schlauer geworden, herzlichen Dank!
Den Kamin habe ich zwar, genug Söckchen auch, aber wie hombertho es schon richtig erwähnt hat, der heutige Goldpreis spielt beim Gold-Söckchen-Füllen wohl nicht mit.
Naja, ich freue mich auch über ein Stück Schokolade! :D
Angenehmen 3.12. Euch allen und nochmals danke für das tolle Söckchen heute!
Das ist echt ein netter Artikel zum Lesen gewesen. Die Geschichte kannte ich noch gar nicht. Es ist doch immer schön, wenn in manchen Notlagen doch noch ein Türchen aufgeht und es weitergeht. Die Geschichte hätte ja auch anders enden können.
Lange lebe der Nikolausi…
Grüße aus Calw, Tobi
Das hat jetzt Spaß gemacht und wohlige Stimmung gebracht! Danke!
Lang, lang ist’s her – da habe ich die Geschichte mal gehört. Aber schon wieder vieles vergessen. Darum ist diese Story eine schöne Auffrischung für mich :-)
Liebe Grüße zum 3. Advent-Söckchen! Ich werde nun auch mal meinen (realen) Advent-Kalender öffnen und die Schoko-Knusper-Kugel, die sich hinter dem Türchen versteckt, naschen ;-)
Danke Andersreisender für die Erinnerung. Auf mich wartet ebenfalls noch eine Schokoüberraschung zuhause! :D
Das kannte ich auch noch nicht. Vielen Dank für diesen schönen Artikel zum 3ten Söckchen. :o) Leider habe ich keinen Kaminsims. :(
Liebe Grüße,
Michaela
Wenn ich als Deutscher in die USA auswander, werden dann meine Socken und die Stiefel gefüllt oder nur eins von beiden!? ;-) Sehr interessant, danke! Wir haben früher immer unsere Stiefel gründlich geputzt und am 05.12. vor die Tür gestellt. Am nächsten Tag waren die immer rappel voll.
Wow total cool. Ich will auch was in meine Socken haben, das ist cool.
Ok ich werde die mir wahrscheinlich selber füllen müssen *grmpf*
Toller Artikel! :)
Ich häng auch meine Socken raus und wenn sie randvoll mit Gold sind, dann nehme ich alles zurück was ich je schlechtes über Advent und Weihnachten gesagt habe und Nikolaus oder das Christkind kriegt eine ganze KANNE Kakao… und Kekse habe ich sowieso immer im Haus. Aber dann kauf dich die doppelte Menge oder auch speziell weihnachtliche Kekse… :mrgreen:
Schöne Geschichte! Damals war das Schuhwerk sicher nicht ganz wetterfest, also nass. Wo kann man sie besser trocknen als am Kamin? Macht Sinn, hatte ich noch nie drüber nachgedacht. Danke!
Danke für die Geschichte, wieder etwas das man an Weihnachten vor dem Kamin erzählen kann..
Gruss
Matthias
Ein sehr schönes 3. Söckchen. Auch ich kannte die Geschichte noch nicht.
Socken hätte auch ich reichlich, aber Kamin und Goldstücke… ;-) .
LG
Andreas
Eine tolle Geschichte :) Ich kannte das auch nicht, Danke, so kann man sie mal weiter erzählen.
Liebe Grüsse Steffi
Urlaubsbedingt stoße ich erst heute zur Adventskalender-Aktion, bei der es auch bei mir was zu lesen geben wird. Da will ich mir ebenso was Schönes ausdenken. Deine Geschichte hat mir jedenfalls gut gefallen und ich bin gespannt, wie das weitergeht :-)